
Beim Homo Politicus gibt es gerade die Wahlplakate der großen 4 Parteien zu bestaunen. Hier gehts lang.
Gefunden beim Lasse.
Ohne Worte.
Ohrwurm.
Ilse Aigner, CSU, ist Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Aus diesem Grund hat sie erneut den mangelnden Datenschutz bei Facebook kritisiert und droht mit der Kündigung ihrer Mitgliedschaft. Moment. Nochmal. Ilse Aigner droht mit dem Ende ihrer Facebook-Mitgliedschaft:
“Sollte Facebook nicht bereit sein, seine Firmenpolitik zu ändern und die eklatanten Missstände zu beheben, sehe ich mich gezwungen, meine Mitgliedschaft zu beenden.” (via)
Das ist natürlich ein starkes Stück. Ich bin mir sicher, die bei Facebook zittern schon ganz doll.
Der Lasse hat gestern wieder so eine schöne Mail in seinem Posteingang gefunden:
Von:Margot marz <quarryv5@rautenschlein.com>
Unsere Gesellschaftsleiter spueren euuebergreifend Buerger, die gegen fuenf Arbeitsstunden in der Woche keine Beschaeftigung verfuegen
mit Interesse fuer unserer Gesellschaft einzutretten
Um weitere Infos zu bekommen, koennen Sie sich gerne bei uns unter
smithmonika54@yahoo.de melden
Na das klingt doch gut. Ich glaub, da melde ich mich mal.
Hachja.

Dieses Foto hat es diese Woche in die Kategorie Pictures of the Week des Wall Street Journals geschafft:
Workers carried roofed wicker chairs along the beach in Sankt Peter-Ording, Germany, on Tuesday. More than 1,000 of these chairs will be set up on the beach before the Easter holidays as temperatures continue to rise in Germany.
Als ich noch ganz klein war (damals) und wir öfters Urlaub auf Amrum gemacht haben, hießen diese netten Strandkorbwärter immer Amrumkäfer. Und ich habe bis heute noch keine passendere Bezeichnung gefunden. Ne Idee? Dann ab in die Kommentare damit!
Lena Meyer-Landrut im ARD Morgenmagazin.
Also ich mag sie ja. Und das nicht nur, weil ich auch gerade Abi mache.
Und obwohl man bei YouTube-Kommentaren normalerweise oft fassunglos den Kopf schüttelt, kommentiert Rainwaterification ganz passend:
Lena ist das neue Deutschland, Sex- und Symbolfigur der gutbürgerlichen Jugend, wir sind verwöhnt und leisten trotzdem selber was, Unterschichtenmedien haben wir satt, wir wollen keine Talkshowdemokratie, sondern einfach nur Spaß.
Den Eiffelturm kennen wir alle. Wie der Louvre aussieht, wissen wir auch. Deswegen langweilige ich Euch nicht mit komischen “Ich-stelle-mich-vor-eine-Sehenswürdigkeit-und-mache-ein-intelligentes-Gesicht-Schnappschüssen”, sondern mit vier von mir geschossenen Fotos, die mir besonders gut gefallen:
Das ist François. Ich weiß nicht, wie François wirklich heißt, denn er hat mir seinen Namen nicht gesagt. Wie auch, wir haben gar nicht miteinander gesprochen, sondern er stand einfach nur da. Oben auf dem Institut du monde arabe.

Eine Wohnung im Arrondissement du Luxembourg, das wärs!
“Auf der linken Seite sehen Sie nun den Arc de Triomphe.” Ahhh. Ohhhh.

Ich lese die Zeit sehr gerne. Und ich behaupte einfach mal, dass die Zeit nach brand eins das journalistisch und inhaltlich beste Print-Erzeugnis in Deutschland ist. Auch der Onlineauftritt der Damen und Herren aus Hamburg kann sich sehen lassen und ist nach wie vor mein Favorit. Spiegel Online ist doch eigentlich auch nur bild.de mit mehr Text und ohne Erotik-Abteilung und sz.de, faz.net und Co. besuche ich schon lange nicht mehr - aus Angst vor Augenkrebs, der möglicherweise chronisch werden könnte.
Vergangene Woche gabs dann wieder so einen schönen Google-Artikel in der Zeit. Die findet man in letzter Zeit ja in so fast allen Medien. Entweder geht es darum, ob und wie Google Street View in Deutschland reglementiert wird oder irgendein Politiker/Verleger/Lobbyist oder alle drei zusammen fordern, dass man endlich was gegen diesen Internetriesen aus den USA machen müsse und dabei nur davon ablenkt, dass so ziemlich alle großen Verlage das mit diesem Internet verschlafen haben und den Managern immer noch kein richtig gutes Geschäftsmodell eingefallen ist. Also lieber schön zu Vater Staat rennen, der wirds schon richten und Google dafür bestrafen, dass sie wirtschaftlich unglaublich erfolgreich sind, da sie verstehen wie das Netz funktioniert, die Zeichen der Zeit erkennen und vor allem wissen, wie man im Internet Geld verdienen kann. Moment. Ähh mh? Je mehr man sich mit Döpfner (Axel Springer Verlag) und seinen Weggefährten von Burda und Co. beschäftigt, desto schleierhafter wird einem die ganze Diskussion. Worum geht es wirklich? Sind die wirklich so naiv und denken, dass wenn Google erstmal in die Schranken gewiesen wurde, das mit dem Geld verdienen im Internet schon von alleine funktionieren wird? Müssen wir warten, bis auch die Zeitungskrise aus den USA endgültig zu uns überschwappt? Wie viele Redakteure müssen auf Grund von Sparplänen von Gruner + Jahr, Springer, Burda, Holtzbrinck und Co. noch ihren Schreibtisch räumen?
Worauf ich aber eigentlich hinauswollte, ist Zeit-Autor Heinrich Wefing. Denn er fasste vergangene Woche erstaunlich treffend den aktuellen Stand der Dinge der deutschen Netzpolitik zusammen. Warum es noch dauern wird, bis Diskussionen über Sperrgesetze, Einfluss von Google/Facebook/Twitter/Apple, Netzneutralität und Three-Strikes-Regelungen in die breite Öffentlichkeit gelangen, zeigt ein Ausschnitt aus seinem Artikel:
[…] Aber noch ist die Politik nicht sprechfähig. Noch fehlt ihr ein Kompass, ein Konzept. Noch redet jeder in Berlin, was ihm so einfällt zum Netz: die Kanzlerin dies, die Verbraucherschutzministerin das, der Wirtschaftsminister jenes. Ilse Aigner warnt vor Google Street View, Angela Merkel findet diese Komplettverfilmung der deutschen Städte ganz okay. Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger kämpft für die Löschung der Kommunikationsdaten, Innenminister Thomas de Maizière will sie stoppen, ist sonst aber ganz nah beim Chaos Computer Club; Familienministerin Schröder will Kinderpornografie im Netz löschen und betont im Übrigen gern, wie »internetaffin« sie sei. Es gibt keine Struktur in dieser Debatte, keine Strategie, keine übergreifende Idee. Der Bundestag setzt erst einmal eine Enquetekommission ein. Die Sortierung von Meinungen und Vorschlägen, normalerweise Aufgabe der Parteien, hat noch nicht einmal begonnen. Nimmt man die Umweltpolitik als Maßstab, das letzte Megathema, das über die Politik gekommen ist wie eine Springflut, die alles verändert hat, dann steht die Netzpolitik ungefähr beim Bericht des Club of Rome über die »Grenzen des Wachstums« – viele Jahre vor dem Einzug der Grünen in den Bundestag.
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.